LMONGO LODUUNG‘ LAAJI – Sie beginnt mit der rituellen Schlachtung eines Bullen und markiert einen neuen Lebensabschnitt im Rahmen der Samburu-Kultur.
( Der Junge auf dem Foto unten mit der Fahne ist – a boy yet to be circumsiced -, also ein Junge, der noch nicht beschnitten ist; er gehört zu den Auserwählten, die am nächsten Tag zum Heiligen Berg Mount Nyiro gehen zur rituellen Schlachtung.)
Lmongo oduung laaji: Die geplante Beschneidung der neuen Altersgruppe wird durch das Schlachten der Bullen offiziell eingeleitet. (Lmongo=Bulle, oduung=der beendet laaji=die Altersklasse). Sie wird jeweils an den geraden Tagen des aktuellen Mondes (Monats) stattfinden.
Das soziale Gefüge der Samburu besteht aus Altersklassen, entsprechend dem Wachstum eines Individuums und den damit verbundenen Pflichten/Verantwortlichkeiten.
Die Klassen sind:
1) Nkerai (Kind),
2) Layeni (unbeschnittener Junge) ,
3) Lmurrani (Krieger), und schließlich die Klasse der
4) Lpayan (Älteren).
Die Beschneidung (Muratare) markiert den Beginn von Pflichten eines Erwachsenen.
Für Layiok (= Plural von Layeni=Junge) heißt das, dass sie nun als Krieger die Gemeinschaft verteidigen und mit dem Aufbau einer Herde für den Unterhalt ihrer zukünftigen Familie beginnen müssen.
Nach Beendigung der Kriegerzeit durch das Abschlussfest Ilmuget gibt es wiederum eine gewisse Anzahl von Kandidaten, die auf die Beschneidung hin vorbereitet werden und damit wieder in die nächste Altersgruppe aufsteigen. Normalerweise vergeht (nehmen sich die Älteren dafür) bis dahin wiederum eine geraume Zeit (12 bis 15 Jahre).
(Übersetzung: Margret Moser)